Die personenbedingte Kündigung – Rechtsanwalt Arbeitsrecht München


Die personenbedingte Kündigung hat ihre Ursache bei den individuellen Verhältnissen oder Eigenschaften der Person des Arbeitnehmers. Dies ist z.B. der Fall, wenn der Arbeitnehmer die Fähigkeit oder Eignung verloren hat, die von ihm arbeitsvertraglich geschuldeten Leistungen zu erbringen. Beispiele hierfür sind:

  • wiederholte Fehlzeiten ( Zeitraum: 3 Jahre; Umfang: mehr als 14 % der Arbeitszeit ), wenn abzusehen ist, dass diese auch in Zukunft auftreten werden
  • krankheitsbedingte Leistungsminderung eines Arbeitnehmers, wenn betriebliche Interessen erheblich beeinträchtigt werden
  • Fehlen oder Wegfall einer wichtigen Berufsqualifikation ( z.B. Abschlussprüfung ), sofern die Tätigkeit nicht schon langjährig zur Zufriedenheit ausgeübt wurde

Bei einer Kündigung wegen häufiger kurzer Erkrankungen muss nach der Rechtsprechung zunächst eine negative Prognose hinsichtlich des Gesundheitszustandes vorliegen. Hiernach ist zu überprüfen, ob die betrieblichen Interessen des Arbeitgebers durch die negative Gesundheitsprognose erheblich beeinträchtigt werden ( Störungen im Betriebsablauf oder wirtschaftliche Belastungen ). Schließlich ist eine einzelfallbezogene Interessenabwägung durchzuführen. Die erheblichen Beeinträchtigungen müssen zu einer nicht mehr hinnehmbaren Belastung des Arbeitgebers führen.