Die Abfindung im Arbeitsrecht – Rechtsanwalt München


Sehr viele Arbeitnehmer sind der Auffassung, dass sie nach einer Kündigung automatisch – da dies das Gesetz so vorsehen würde – einen Anspruch auf eine Abfindung hätten.

Dies ist so jedoch grds. gerade nicht der Fall!

Gleichwohl ist es unser Ziel, für unsere Mandanten die maximale Abfindung zu erreichen!

Nur in wenigen Fallkonstellationen besteht tatsächlich ein notfalls gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf eine Abfindung. In den weit häufigeren Fällen kann dem Arbeitgeber eine Abfindung nur durch taktisches Geschick in Gesprächen und Verhandlung abgerungen werden. Ob und in welcher Höhe eine Abfindung verlangt werden kann, setzt eine genaue Kenntnis des Sachverhalts, der Gesetze und insbesondere der Rechtsprechung voraus.

Daher sollte ein Fachmann – am besten ein Fachanwalt für Arbeitsrecht – frühzeitig hinzugezogen werden.

Die Bereitschaft des Arbeitgebers, in diesen Fällen eine Abfindung zu zahlen, begründet sich in der Regel mit dem Risiko, einen Kündigungsschutzprozess zu verlieren und dann zum einen den Arbeitgeber weiter beschäftigen, zum anderen die Arbeitsvergütung nachzahlen zu müssen, die der Arbeitgeber im Falle der Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers hätte zahlen müssen.

Je größer die Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Kündigung sind, desto höher kann die zu erwartende Abfindung sein.

Bei der Höhe der Abfindung ist die Spannbreite weit. Es kommt stets auf den Einzelfall an. Von vielen Gerichten wird ein halbes Gehalt pro Beschäftigungsjahr bis zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorgeschlagen, was von den Gerichten als “Regelabfindung” oder “Haustarif” bezeichnet wird. Dies ist jedoch nur ein grober Anhalt. Je nach Branche und Fallkonstellation sind auch Abfindungen bis zu zwei oder – in Einzelfällen – sogar noch mehr Gehältern pro Beschäftigungsjahr durchsetzbar.

Die Aufgabe eines guten Rechtsanwalts – Fachanwalts für Arbeitsrecht – liegt darin, die Risiken für den Arbeitgeber zu erkennen und die bestehenden Chancen realistisch einzuschätzen. Denn überzogene Forderungen können auch dazu führen, dass Erfolg versprechende Vergleichsgespräche scheitern, z. B. wenn ein Arbeitgeber die verlangte Abfindung aufgrund seiner wirtschaftlichen Verhältnisse schlicht nicht leisten kann.

Fundierte Kenntnisse und Erfahrungen sind bei den Gesprächen notwendig, damit das Ergebnis solcher Verhandlungen auch nicht unter Wert ausfällt. Aufgrund unserer Erfahrung gelingt es uns meist Abfindungen durchzusetzen, die deutlich höher sind, als die Regelabfindung bzw. die gesetzliche Abfindung nach § 1a KSchG.

Auf den nachfolgenden Seiten erhalten Sie weitere Informationen rund um die Abfindung z. B. zu folgenden Fragen:

Wann steht Ihnen eine durchsetzbare Abfindung zu? Welche steuerlichen Folgen zieht eine Abfindungsregelung nach sich und wie wirkt sich die Abfindung auf Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld aus