Die Entlassung des Vorstands der Aktiengesellschaft (AG)


Ein weiterer Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist die Beratung und Vertretung der Parteien bei Streitigkeiten zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und Aktionären in Aktiengesellschaften sowie zwischen Geschäftsführer und Gesellschafter in GmbH’s. Wir sind im Bereich der Streitbeilegung, aber auch bei Kündigung und Abberufung sowie sich etwaig anschließender Rechtsstreiten tätig. Unsere nachfolgende Darstellung bezieht sich auf die Aktiengesellschaft.

Die Trennung der Gesellschaft von einem Vorstand untergliedert sich in die Abberufung und die Kündigung.

Die Abberufung, nach dem Gesetz “der Widerruf der Bestellung” (§ 84 III AktG), lässt die körperschaftliche Organstellung erlöschen. Die Kündigung beendet den schuldrechtlichen Dienstvertrag zwischen den Parteien.

Die Beendigung der Vorstandsstellung birgt zahlreiche Fallstricke. Eine erste Einführung in die Probleme erhalten Sie auf den Seiten:

Die Abberufung des Vorstands der AG

Die Kündigung des Vorstands der AG

Die kurze Einführung soll jedoch nur ein Problembewusstsein schaffen! Eine Einzelfall bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt! Gern beraten wir Sie weitergehend und sind Ihnen bei allen präventiven Maßnahmen sowie bei streitigen Auseinandersetzungen behilflich.

Erste Unsicherheiten entstehen bereits bei der Frage, welche Rechtsfolgen die Abberufung bzw. die Kündigung des Anstellungsvertrags nach sich ziehen.

So kann in der durch den Aufsichtsrat beschlossenen und ausgesprochenen Abberufung regelmäßig auch eine Entscheidung über die Kündigung des Anstellungsvertrags gesehen werden. Die Kündigung des Anstellungsvertrags ist aber weder unbedingt Voraussetzung noch zwingende Folge des Widerrufs der Bestellung.

In einer durch den Vorstand selbst ausgesprochenen Kündigung des Anstellungsvertrags ist hingegen überwiegend gleichzeitig der Widerruf der Bestellung zu sehen.

Dies ist jedoch stets eine Frage der Auslegung im Einzelfall. Es muss der jeweiligen Willenserklärung entnommen werden, ob die Rechtsbeziehungen zwischen Vorstand und Gesellschaft insgesamt beendet werden sollen. Auch aus diesem Grunde ist die Beteiligung eines erfahrenden Beraters dringend notwendig